Umweltpsychologie

Die traditionelle Umweltpsychologie befasst sich mit so genannten Mensch-Umwelt-Interaktionen, das heisst, sie untersucht sowohl die Einflüsse der Umwelt auf den Menschen als auch die Beeinflussung der Umwelt durch den Menschen. Umwelt beinhaltet im umfassenden Sinn die natürliche, die gebaute und die soziale Umwelt.

Seit den 70er Jahren hat sich die Aufmerksamkeit mehr und mehr der Umweltkrise und dem Menschen als ihrem Verursacher, Betroffenen und potentiellen Bewältiger zugewandt. Dieses Teilgebiet der „ursprünglichen“ Umweltpsycholgie beschäftigt sich mit Fragen wie

  • Wie nehmen Menschen die Umweltkrise wahr?
  • Wie lässt sich umweltschädliches bzw. umweltschonendes Verhalten erklären?
  • Wie lassen sich Menschen für die Umweltproblematik sensibilisieren?
  • Wie lässt sich umweltschonendes Verhalten fördern?

Um diese Fragen zu beantworten, werden Erkenntnisse psychologischer Grundlagendisziplinen wie Sozial-, Lern- oder Wahrnehmungspsychologie auf die Umweltproblematik angewendet. Mit Hilfe dieser Erkenntnisse können Massnahmen, die auf die Veränderung von Umweltverhalten abzielen, effizienter und erfolgreicher gestaltet werden, indem ihre Akzeptanz erhöht und die Motivation zur Teilnahme gesteigert wird. Hierfür ist die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen, die sich mit der Umweltfrage beschäftigen – etwa den Umweltnaturwissenschaften, der Technik oder der Ökonomie – unabdingbar.